
Metaphern
sind Geschichten, die uns Menschen auf einer emotional-seelischen Ebene berühren. Gleichnisse haben manchmal eine ganz andere Aussage- und Veränderungskraft als Erklärungen über die rationale Ebene.
Viele dieser Parabeln sind in Seminaren, Beratungen oder beim Schreiben entstanden. Genießen Sie die nachfolgenden Beispiele:
Im Fluss des EINSSEINS treiben
Stell Dir vor, Du treibst in einem Fluss. Nach einer gewissen Zeit kommst
Du auf die Idee, dass Du nicht schnell genug vorankommst. Mit intensiven
Schwimm-Bewegungen versuchst Du Deine Geschwindigkeit zu erhöhen. Hektik
und Anstrengung breitet sich aus. Dann meldet sich eine Stimme in Dir: "Warum
so hektisch?" Verzweifelt denkst Du, dass Du in die falsche Richtung
schwimmst. Schließlich kämpfst Du unter Hochdruck gegen den Strom
an. Es scheint kein Ende nehmen zu wollen
Mit einem Mal erfasst Dich
eine Strömung ... sie zieht Dich in Richtung Ufer
und siehe
da: Völlig ohne Anstrengung bewegst Du Dich entgegen der Flussrichtung.
Wie ist das möglich? Ohne Qual?
Erst jetzt erkennst Du andere Menschen im Fluss. Auch sie tun das, was Du getan hast: ankämpfend, angsterfüllt, verzweifelt, verkrampft, ausgeliefert - mit und gegen den Strom. Tiefes Mitempfinden breitet sich aus. Du verstehst Dich und die anderen. Spontan entschließt Du Dich für: "Einfach Sein" So als hätte der Fluss Deine Absicht gehört bringt die Strömung Dich wieder zurück in die Mitte des Flusses. Im leichten Auf und Ab geht es voran. Es beginnt Dir Freude zu machen: es ist leicht, fließend und einfach. Vertrauen breitet sich aus und die intensive Gewissheit: Ich bin EINS - mit dem Wasser, mit dem Flussbett, mit dem Leben. Ich bin immer genau da wo Erfüllung und LIEBE und Glück sind.
Wünschenswertes einprägen
Zwei Freunde wandern in der Wüste. Als sie sich verlaufen und das Trinkwasser
ausgeht, beginnen sie zu streiten. Der eine Freund gibt dem anderen eine
Ohrfeige.
Dies tut dem anderen weh, jedoch sagt er nichts. Er schreibt nur in den Sand: "Heute hat mir mein bester Freund eine Ohrfeige gegeben".
Als sie weitergehen, gelangen beide zu einer Oase, wo sie baden. Derjenige, der die Ohrfeige bekam, droht jetzt zu ertrinken. Doch sein Freund rettet ihn gerade noch. Als er sich etwas erholte, ritzt er in einen Stein: "Heute hat mir mein bester Freund das Leben gerettet".
Derjenige, der die Ohrfeige gegeben und das Leben seines Freundes gerettet hatte, fragt ihn: "Als ich Dich verletzt habe, hast Du in den Sand geschrieben und jetzt hast Du auf den Stein geschrieben. Warum?"
Sein Freund antwortet: "Wenn jemand uns verletzt, schreibe es in den Sand, wo die Winde der Vergebung es tilgen können. Jedoch wenn jemand etwas Gutes für uns tut, präge es in Stein, damit kein Wind es radieren kann".
Entfesselte Hände
Es war einmal ein König, der wollte sein Ebenbild in Stein gehauen.
Es war ein sehr perfektionistischer König und so beauftragte er viele
Bildhauer im Lande seine Büste vollkommen zu formen. Um die Entscheidung
für ihn leichter zu machen, veranstaltete er einen Wettbewerb, in dem
es darum ging, ein Zeugnis abzulegen, über die künstlerische Geschicklichkeit.
Am Ende blieben genau drei Künstler übrig, die sich der Herausforderung
stellen durften.
Schließlich kam der Tag den König in Stein zu hauen. Jeder Künstler stand vor seinem Steinblock, die Werkzeuge bereitliegend ... jeder von den Dreien wartete auf ein Zeichen des Königs. Doch der König wandte sich nicht an die Künstler, sondern sprach zu seinen Dienern: "Fesselt den Bildhauern die Hände auf den Rücken!" Die Künstler waren verdattert. "Und", sprach der König weiter, "jetzt verbindet ihnen noch die Augen. Die Künstler blickten sich verwundert an, die Arme nach hinten gebunden und jedem schwarz werdend vor Augen. Jeder von ihnen wissend, dass er seine Fähigkeiten und Werkzeuge nur höchst begrenzt einsetzen kann.
Und wieder sprach der König: "Nun ist es an der Zeit zu beginnen: Ich wünsche euch die besten Erfahrungen und Ergebnisse für mein Ebenbild. Beginnt jetzt!"